Johanna Fröhlich Zapata: „Ich begleite Frauen auf dem Weg in einen entspannten und gleichberechtigten Alltag“

COSMEA® Wonderwoman – Johanna Fröhlich Zapata
Johanna ist Coachin für Alltagsfeminismus und setzt sich dafür ein, dass Frauen im Alltag stark bleiben. Dabei beschäftigt sie sich beispielsweise mit Themen wie, sich feministisch zu daten oder als Paar wirklich gleichberechtigt zusammenzuleben .

Liebe Johanna, wir freuen uns auf das Interview mit Dir und darauf, Dich als COSMEA® Wonderwoman kennenzulernen!
Stell Dich am besten selbst einmal kurz vor…
Johanna: >> Ich bin Johanna, 33 Jahre alt und Wahlberlinerin. Mein Leben ist erfüllt von meiner Familie, meinen wenigen echten Freundinnen und meiner Arbeit – meine große Leidenschaft. Ich habe eine eigene Praxis in Berlin, in der ich Frauen coache. Ich habe die Praxis gegründet, um Frauen auf ihrem Weg in einen entspannten Alltag zu begleiten. Dort finde ich gemeinsam mit meinen Klientinnen Lösungen für ein sorgenfreieres und glückliches Leben. Mit Eheverträgen, Care-Ausgleichszahlungen, gegenseitigem Vertrauen und Respekt. Mit einem wissenschaftlich fundierten Coaching-Konzept namens Alltagsfeminismus® . Miteinander, selbstsensibel und zeitgemäß.

Wofür brennst Du im Leben? Was ist Deine Leidenschaft?
Johanna: >> Beziehungen und ein Leben zu führen, in dem wir uns zu Hause fühlen, ist mir das höchste Gut. Die eigenen Werte zu kennen und sich in die Lage zu versetzen, diese Werte im Alltag zu leben, ist das Ziel meines eigenen Lebens und der Frauen, die ich durch mein Alltagsfeminismus® Coaching Programm oder durch meine Feministische Coach-Ausbildung begleite. Meinen eigenen Alltag gefühlvoll zu revolutionieren und selbst zu leben, was ich predige, ist mein persönlicher Anspruch und mein Motor. Außerdem brenne ich für unverhoffte Begegnungen, für das Gefühl „zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein”, ich liebe Vorfreude und ich bin großer Fan kolumbianischer Musik. Musik und meine Freundinnen sind meine größte Kraftquelle.
Wie sieht Dein Alltag heute so aus? Was bestimmt täglich dein Leben?
Johanna: >> Ich lebe mit meinem Partner, meiner Zwillingsschwester, meinem Schwager und zwei meiner besten Freundinnen in einer WG-Familie. Wir teilen uns die Arbeit in Mental Load-Paketen. Ich wasche Wäsche für alle, meine Schwester kocht usw. So muss ich ausschließlich darauf achten, dass ich genug Waschmittel auf die Einkaufsliste setze. Den Einkauf macht mein Partner. Ich lebe also sehr gemeinschaftlich und mit dem Wunsch, dass wir, statt in alten Rollenklischees, ein gleichberechtigtes Leben auf Augenhöhe führen.
Ich habe feste Rituale, schlafe genug und esse gern. Über das Jahr mache ich zu bestimmten Zeiten oder Feierlichkeiten immer dasselbe, das gibt mir Sicherheit und Sinn. Ich liebe es aber auch mal aus meinen Abläufen auszubrechen und etwas ganz anderes zu tun.

Worin siehst du Deine persönlichen Stärken?
Johanna: >> Ich kann sehr gut eine warme Atmosphäre schaffen. Ich bin offen für Unkonventionelles und habe gleichzeitig sehr klare Werte. Ich kann Widersprüche aushalten und bin sehr selbstbewusst.
Was sind Deine Herausforderungen?
Johanna: >> Meine größte Herausforderung besteht aktuell darin, mich nicht zu verzetteln. Ich habe so viele Interessen, dass es mir schwer fällt auf Angebote zu verzichten oder Ideen nicht umzusetzen; ich mache tendenziell zu viele Dinge gleichzeitig. Außerdem bin ich sehr direkt. Das ist eigentlich eine Stärke aber in bestimmten Situationen fordert es mich heraus, das richtige Maß zu finden.
Hat Frau-sein für Dich eine bestimmte Bedeutung?
Johanna: >> Es bedeutet erstmal in einem binären Geschlechtssystem (Mann oder Frau) sehr spezifische Erfahrungen zu machen, schon von Kindesbeinen an. Es gibt spannende Untersuchungen in Studien dazu: Wenn ein rosa gekleidetes Baby weint, wird Angst und Unsicherheit interpretiert. Ein blau eingekleidetes, scheinbar männliches, weinendes Baby wird willensstark gefunden. Vermeintlich „typisch weibliches“ oder „typisch männliches” Erleben stellt für beide Geschlechter eine unnötige Begrenzung dar! Und klar resultiert aus der geschlechtsspezifischen Erfahrung eine andere Lebensrealität für Frauen, oft zu ihrem Nachteil in Bezug auf Teilhabe, Mitbestimmung und Zugang zu Ressourcen. Ich weigere mich deshalb, das Frau-Sein zu romantisieren.
Der Verein Klische*esc vereint umfassendes Wissen und spannende Initiativen zum Thema, schaut mal vorbei!
Wählst Du Deine Hygieneprodukte für Frauen bewusst aus? Was benutzt Du selbst?
Johanna: >> Ich benutze sehr wenige Hygieneprodukte, die ich sehr bewusst auswähle. Ich liebe meine milde Kernseife aus Mandelöl und eine einfache Gesichtscreme aus einem Glastiegel. Einmal im Monat gehe ich zur Kosmetikerin und lasse mein Gesicht ausreinigen. Das ist eins meiner Selfcare-Rituale. Für die Periode benutze ich meist eine umweltfreundliche Menstruationstasse oder, wenn ich länger unterwegs bin, auch mal Tampons. Zu Hause praktiziere ich an den letzten Tagen der Blutung Free Bleeding. Ich probiere viel aus, habe auch einen Naturschwamm oder waschbare Slipeinlagen aus Stoff. Je nachdem, wie stark die Blutung ist oder ich das Gefühl habe, besonders sensibel zu sein, benutze ich unterschiedliche Produkte.
Johanna, es ist spannend, Dich kennenzulernen und wir finden es großartig, wie Du Frauen unterstützt, sie selbst zu sein – weiter so! 
Liebe Wonderwomen da draußen, habt Ihr Fragen an Johanna oder möchtet Ihr Eure Meinung zu diesem Interview mitteilen? Dann hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag!

 

Johannas Website: https://alltagsfeminismus.de/

Ihre Coaching-Ausbildung: https://feministische-coaching-akademie.de/

Johanna bei Instagram: https://www.instagram.com/alltagsfeminismus/

 

Bildnachweise:

Fotos: ©Johanna Fröhlich Zapata

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

Menü